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Projekte
Internationale Projekte

 Europäische Union: South Sinai Regional Development Programme

 

Das South Sinai Regional Development Programme (ssrdp) der Europäischen Union stellt Gelder zur Entwicklung des Südsinai zur Verfügung. Die einheimischen Beduinen sollen dabei unterstützt werden, den Tourismus "in die eigene Hand" zu nehmen, Projekte für Ökotourismus, Umweltschutz und Landwirtschaft zu entwerfen, usw. Der Erhalt ihrer Kultur soll ebenso gefördert werden wie kreative Ideen zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens von Beduinen, Ägyptern und Ausländern in den Städten. Das Programm läuft bis April 2007.

Nähere Informationen: www.eu-ssrdp.org
 

 


 

 

Sinai Environmental Center

www.sec-online.org
Klicken Sie selbst! Das Sinai Environmental Center setzt sich vor allem auch für Erforschung und Erhalt der einzigartigen Unterwasserwelt vor der Ostküste des Sinai ein.


 


 

World Wildlife Found: MEDA Programm

 

Das vom WWF ins Leben gerufene Projekt "Mediterranean Environmental Crisis Points" macht auf neun besonders gefährdete, am und um's Mittelmeer gelegene Regionen aufmerksam. Eine dieser Regionen ist der Südsinai mit seiner östlichen Küste am Roten Meer.

Es ist in erster Linie der moderne Massentourismus, der die Natur des Südsinai im Landesinneren, an der Küste und im Meer bedroht. Ein spezielles Problem ist hierbei die große Zahl der Touristen und der daraus resultierende Hotelbau-Boom. Von etwa tausend Hotelbetten in den späten Achtzigern ist die Zahl innerhalb von zehn Jahren auf über achtzehntausend angestiegen.

Hunderttausende von Touristen fliegen das ganze Jahr über auf die Halbinsel, ein Großteil davon aus Italien und Deutschland. Tausende von Ägyptern sind vom Niltal in den Sinai übergesiedelt, um dort ihr täglich Brot zu verdienen. Das Land kann soviele Menschen nicht ernähren und ebenso besitzt es nicht genügend Wasser. Auch das Müllproblem wird mit wachsender Besucherzahl nicht kleiner. Die Riffe im Meer haben durch Taucher, Schiffe, Abwässer, aber auch Öltanker bereits großen Schaden genommen.

Zwischen 1983 und 1998 wurden von der ägyptischen Regierung fünf Naturschutzgebiete geschaffen. Diese Protektorate erhalten im Moment noch finanzielle Unterstützung von EU-Mitgliedstaaten. Teilweise finanzieren sie sich auch über Eintrittsgelder.

In letzter Instanz hat der Massentourismus - neben einigen Vorteilen, die er gewiß bietet - negative Auswirkung auf die Ökonomie der Beduinen. Ihre traditionelle Ökonomie hat keine Zukunft mehr, ihre Landansprüche an der Küste werden von der Regierung mißachtet, immer wieder werden ihre für Touristen errichteten Camps zerstört. In den Entwicklungsprozeßen werden die Beduinen weitgehend ausgeklammert.

Im MEDA-Programm wird daher u.a. Folgendes angeregt:

Eine umweltverträgliche Lösung des Müllproblems, vermehrter Einsatz von Solarenergie, Einbeziehung der einheimischen Beduinen und ihres Wissens in Projekte, desweiteren Bildung, Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur, Arbeit, Landrechte und Menschenrechte für Beduinen.

 

Mehr Informationen zu dem Programm erhalten Sie bei 
WWF Italy, Via Po 25c, 00198 Rome, Italy 
E-Mail: WWF-EPO@wwfepo.org
und CMarti@wwfmedpo.org

 

 

 


 

 

Weitere Links

 

Auf der Website www.windsandstars.co.uk finden Sie weitere Informationen zu diversen Projekten.

 


 

Andrea Nuß unterstützt mit ihrem Projekt "Frauen für Frauen" Beduinenmädchen und -frauen im Südsinai dabei, Schmuck, Taschen und Tücher in Europa abzusetzen. Die schönen Stücke werden in Anlehnung an traditionelle Handarbeiten hergestellt. Die Frauen sticken und nähen zu Hause bei freier Zeiteinteilung und erhalten faire Bezahlung. 

Nähere Informationen und Möglichkeit zum Einkauf: www.desert-pearls.de

 


 

 

 

Auf der Website www.akte.ch finden Sie Anregungen zu einem fairen Tourismus. Der "Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung" verleiht das Video "Müllkippe Sinai - Ein Naturparadies leidet am Tourismus". Akte bietet auch zahlreiche Arbeits- und Unterrichtsmaterialien zum Thema Tourismus.

 

 

Wenn unter den Lesern jemandem Projekte bekannt sind, möge er sie uns mitteilen, so daß wir darüber informieren können!