As-salamu alaykum, Marhaba und Grüß Gott auf dieser Website!
Auf dieser Site möchte wir ein wenig plaudern über ein paar Zeitgenossen aus einem anderen Land: Die Beduinen des Mzaina-Stammes im Süden der Sinaihalbinsel. Die Texte, die Sie hier lesen können, stammen bislang alle von uns, wir hoffen aber, daß die Site lebt, pulsiert, sich erweitert und verändert! Wenn Sie sich an der Website beteiligen möchte, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns auch über Kommentare, Kritik, Ergänzungen, Berichtigungen und Anregungen. Alle Bilder, die Sie hier sehen, sind von Katrin aufgenommen worden. Abbildungen von Beduinenfrauen haben wir auf deren Bitte hin weggelassen.Viel Spaß beim Schmökern und Stöbern!

Bild: Katrin als "Bedu-Frau"
mit ihrem Bedu-Onkel Musa
Katrin über Katrin
Meine kurze Geschichte (siehe auch unten)
Nach Schule, Indienreise und Au-Pair-Aufenthalt in Jerusalem (Israel) studierte ich in München und Tübingen Ethnologie (Völkerkunde), Islamkunde und Vergleichende Religionswissenschaft. Meine Abschlußarbeit im Fach Ethnologie handelt von der Situation der Beduinen im israelischen Negev, welche ja wesentlich stärker in staatliche Seßhaftmachungs-Projekte hineingezwungen wurden und werden als die Beduinen im Südsinai.
1990 reiste ich in den Semesterferien zum ersten Mal für längere Zeit in den Sinai. Ich nahm an einer 10-tägigen Kameltour durch den Süden des Landes teil und wurde dabei zu einem großen Sinai-Liebhaber. Während dieses längeren Aufenthaltes lernte ich Sliman und seine Familie kennen und lebte eine Weile bei ihnen. Ich begann, ihren arabischen Dialekt zu lernen. Bald schon nahm Sliman mich als eine Tochter symbolisch in seine Familie auf. Seither fahre ich jedes Jahr für einige Wochen oder Monate zu meiner Beduinenfamilie. Ich lebe wie eine Tochter im Haushalt von Slimans Frau und teile (zumindest teilweise) das Leben seiner anderen Töchter, gehe mit ihnen Wasser und Brennholz holen, begleite sie mit den Ziegen auf die Weide, besuche mit ihnen ihre Freundinnen und erfreue mich gemeinsam mit ihnen an den Besuchern, die zum Haus kommen und uns mit ihren Geschichten unterhalten.Im Lauf der Jahre lernte ich fast alle näheren Verwandten meines Beduinenvaters und meiner Beduinenmutter kennen, meine zahllosen Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen und weitere Verwandte, die zur Großfamilie gehören. Ich nehme teil an ihrem Alltag und an den Festen, die sie feiern, an ihren Besuchsrunden und Ausflügen. Ich erlebe mit ihnen die Geburten, Hochzeiten und Todesfälle in der Familie.1998 begann ich, gemeinsam mit meinem "Bedu-vater" Sliman Kameltouren im Süd-Sinai zu organisieren.
Meine Aktivitäten (siehe auch unten)
Ich organisiere und begleite gemeinsam mit Sliman und seinen Brüdern Kameltouren. Wenn ich es einrichten kann, gehe ich jeweils im Frühjahr (März/April) und im Herbst (Oktober/November). Das sind temperaturmäßig die angenehmsten Zeiten, den Sinai zu bereisen. Die Reisegruppen bestehen aus max. acht Mitreisenden. Ich begleite die Touren und dolmetsche die Gespräche und Fragen zwischen den Reiseteilnehmern und den Beduinen, wenn das Englisch nicht weit genug reicht. Zusätzlich zur Sprache dolmetsche ich sozusagen auch die Kultur der Beduinen und versuche, Sinnzusammenhänge zu vermitteln.
Beratung
Ich biete intensive Beratung für Leute an, die im Sinai umherreisen oder aber eine wissenschaftliche, themenzentrierte Expedition durchführen wollen. Ich gebe gerne Tipps, wo sich schöne und ruhige Orte befinden und wie man dort hinkommt.
! Ich biete allerdings keine Beratung für Jeep- und Tauchsafaris an.
Lichtbildervorträge
Aus all den Bildern, die ich im Laufe der Jahre im Sinai aufgenommen habe, stelle ich Lichtbildervortäge zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten zusammen. In den Vorträgen erzähle ich von sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Aspekten des Lebens der Beduinen. Dabei versuche ich stets, deren Innenperspektive zu vermitteln. Ich habe auch zahlreiche Bilder von Gebrauchsgegenständen, Musikinstrumenten und weiteren Dingen der materiellen Kultur der Beduinen, sowie wunderschöne Landschafts-Impressionen. Ich zeige die Dias seit 1995 in diversen Fortbildungsstätten für Erwachsene, in Gemeinden und in privaten Kreisen, aber auch im Religions-, Ethik- und Geographieunterricht in öffentlichen Schulen o.ä. Aus den Bildern ließe sich auch eine Ausstellung zusammenstellen. Wenn Sie Interesse an einer Reise, einem Vortrag und/oder meinen Bildern haben, können Sie mir einfach eine E-Mail schicken.
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Katrin Biallas ...
1968 geboren
1988 Abitur
1989 für ein Jahr als Au-Pair in Jerusalem;
Erlernen des Hebräischen und Arabischen
1991 Adoption in die Familie des Sliman Abu Hmed im Südsinai
seither: jährlich mehrere Monate Aufenthalt bei der Familie,
Erlernen des Stammesdialektes
1998 Abschluss des Studiums der Ethnologie, Vgl. Religionswissenschaft,
Islamkunde
seit 1999:
- Organisation und Begleitung von Reisen durch den Sinai
- Publikationen (s. Literatur)
- Vorträge in Bildungseinrichtungen
(in 10 Jahren etwa 60 Vorträge in Volkshochschulen, Schulen, Gemeinden, diversen Bildungshäusern, Zentren, Heimen, beim Lions Club u.v.a.; gelegentlich wurde in der lokalen Presse darüber berichtet)
- Mehrere Radiosendungen zum Sinai
- Fernsehinterview im Rahmen der Wüstenausstellung in Rosenheim 2006
- Beratungen und Workshops zum Leben in der Wüste und zur Kultur der Beduinen
- Verkaufs- und Infostand auf diversen Afrikafesten, Orientmessen, etc.
(Unterstützung von Frauenprojekten durch Verkauf von deren Schmuck und Taschen)
- Kleinere Dokumentarfilmprojekte zum Leben der Beduinen und dem Tourismus
Außerdem:
- Freie Mitarbeit am Linden-Museum Stuttgart (ethnologisches Museum)
Führungen in der Orientabteilung und bei diversen Sonderausstellungen, Entwurf und Durchführung von Kinderprogrammen und Fortbildungen für Erzieher